1. Männer verlieren gegen USV Halle II, begeistern aber die Fans

1. Männer verlieren gegen USV Halle II, begeistern aber die Fans

Am Samstag 02.11. empfing die 1. Männermannschaft den USV Halle II. Die Wernigeröder waren schlecht in die Saison gestartet und die Gastmannschaft stand auf dem siebten Tabellenplatz.

Die Vorzeichen waren klar. Die Harzer brauchen jeden Punkt, um sich aus dem Tabellenkeller zu befreien.
Der Beginn verlief für die Hausherren nicht verheißungsvoll. Drei eigene Würfe fanden nicht den Weg ins Tor und so führten die Hallenser schnell mit 0:3. Beim ersten Tor des HVW in der 4. Minute verletzte sich Torschütze Gustav Eilers ohne fremde Einwirkung und konnte nicht wieder eingesetzt werden. Dieser Treffer war aber die Initialzündung für die Gastgeber. Die Abwehr stand nun deutlich sicherer als und vorne konnten die Chancen effektiver genutzt werden. Das Spiel drehte sich. Das 5:4 durch Thilo Hotopp ließ die Halle das erste Mal beben (12.), um kapp dreißig Sekunden danach wieder zu verstummen. Ein Zweikampf mit Verletzungsfolge wurde für HVW Abwehrchef Nils Christiansen von den Schiedsrichtern als vorsätzliche Aktion gewertet und er musste nach der roten Karte das Spielfeld verlassen. Mit Nasenbluten ging es auch für den Hallenser Spieler Tannhäuser nicht weiter. Wir wünschen gute Genesung für den Hallenser. Die Regelauslegung der Männer in schwarz brachte allerdings die Stimmung der Anhänger der Heimmannschaft noch weiter auf in Wallungen. Dem Spiel der Wernigeröder tat es erst mal keinen Abbruch. Im Gegenteil. Die Gäste konnten sich in dieser Phase nicht wirklich durchsetzen. Ein gehaltener Strafwurf von HVW Torwart Reuter und gelungene Angriffsaktionen sorgten für eine 12:09 Führung in der 20. Minute. Ein Auszeit sollte die USV Akteure wieder in die Spur zurück bringen. Bei den Harzern schlichen sich nun einige Abschlussschwächen ein und die Favoriten aus der Universitätsstadt nutzten nur ihre Chancen besser. Ein 0:4 Lauf aus Sicht der Harzer wendete das Blatt erneut. Beim Stand von 14:16 wurden dann die Seiten gewechselt.
Das erste Tor nach der Pause gelang dem Gastgeber. Lucas Conradi konnte einen Strafwurf verwandeln. In der 33. Minute verlor die Heimmannschaft aber zwei weitere Spieler innerhalb von nur 15 Sekunden durch zwei rote Karten. Norman Hoffmann musste nach einer verbalen Auseinandersetzung mit den Gegenspieler/Schiedsrichtern vom Platz und Moritz Tischer wurde gleich danach nach einer Abwehraktion auf der Außenposition ebenfalls mit glatt rot in die Kabine geschickt. Die Halle brodelte. Waren die vielen roten Karten wirklich alle gerechtfertigt, wurde mit gleich Maß durch die Herren in schwarz agiert? Diese Fragen taten sich auf der Tribüne auf. Die Zuschauer hatten ihre Meinung dazu gefunden und taten diese auch kund. Um insgesamt vier Spieler dezimiert, standen nun die HVW Trainer vor einer schwierigen Aufgabe. Aber aufgeben stand nicht zur Debatte. Trotz kurzzeitiger doppelter Unterzahl gaben die Spieler der Heimmannschaft alles. Nun mussten auch die jungen Teammitglieder Verantwortung übernehmen. Mit großem Kampfgeist hielt die Mannschaft dagegen, obwohl an einen eingespielten Spielablauf sicher nicht mehr zu denken war. Die Hallenser nutzte ihre Chancen allerdings auch nicht optimal aus und so wuchs der Vorsprung nur langsam. In der 48. Minute war der Abstand erstmalig auf fünf Tore gewachsen. 20:25 stand auf der Anzeigetafel. Mit viel Kampfgeist leisteten die Gastgeber erbitterte Gegenwehr. Belohnt wurde diese durch stehende Ovationen der eigene Anhänger schon neunzig Sekunden vor dem Abpfiff. Die 25:30 Niederlage konnte nicht verhindert werden, aber die Sympathien und den Respekt der eigenen Anhänger hat sich das Team durch diese Energieleistung gesichert.
HVW Trainer Kerkau sagte nach dem Spiel. "Wir haben heute zwei Punkte verloren, aber viele Herzen der Fans zurückgewonnen. Ich kann unserer Mannschaft nur ein Kompliment aussprechen. Wir haben leidenschaftlich verteidigt, leidenschaftlich gekämpft und zeitweise auch gezeigt, dass wir spielerisch zu überzeugen wissen. Die vergangenen zwei Wochen stimmen mich versöhnlich und positiv, dass wir schon bald wieder mit gewonnen zwei Punkten feiern können. Unser Publikum hat ein feines Gespür für die Situation. Die Unterstützung vor, während und auch nach dem Spiel war wirklich toll".

HVW: Reuter, Golabek - Kopp, Reinert,(1), Eilers(1), Richter(5), Hanke(3), Conradi(8), Boudras, Bollmann(1), Christiansen, Tischer, Roßbach(3), Hoffmann(1), Hotopp(2)

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