1. Männermannschaft spielen 2021/22 eine gute Saison, verpassen aber ihr Ziel

Die 1. Männermannschaft wollte den Aufstieg in die Sachsen Anhalt Liga schaffen.
Die Saison begann nicht gut. Das erste Match wurde gleich vom Gegner abgesagt. Das zweite Spiel wurde bei der SpG HSC96/Dieskau zwar auf der Platte deutlich gewonnen, aber im Nachhinein mussten, wegen eines Formfehlers, die Punkte der Heimmannschaft überlassen werden. Danach folgte eine starke Phase der Harzer. Fünf Spiel in Folge wurden teilweise sehr deutliche Siege errungen, darunter auch die Spitzenteams aus Köthen und Staßfurt. Der Rückschlag kam am 8. Spieltag (13.11.21) im damaligen Spitzenspiel beim SV Friesen Frankleben. Mit einer sehr fehlerbehafteten Spielweise konnten die Wernigeröder die Hausherren nicht bezwingen und mussten mit einer 28:36 Niederlage die Heimreise antreten. Das brachte den HVW aber nicht aus dem Konzept und auch nach dem Restart nach der weihnachtlichen Coronazwangspause wusste das Team zu überzeugen und konnte alle Spiele für sich entscheiden. Am 06.02.22 ging es zum SV Apollensdorf, das Spiel konnten die Harzer zwar für sich entscheiden, aber kurz nach dem Match wurden fast 20 Coronafälle im Umfeld der Mannschaft diagnostiziert. Mit einer Rumpfmannschaft gelang in der Woche darauf der Sieg in eigener Halle gegen HSC 96/Dieskau. Auf die nächste Begegnung wurde von Thale/ Westerhausen verzichtet. In Staßfurt kam es Anfang März zu einem der beiden ganz wichtigen Partien um den Aufstieg beim direkten Mitbewerber. Endlich konnte HVW Coach Kaufmann auf alle genesenen Spieler zurück greifen. Dieses Spiel mussten die Wernigeröder aufgrund einer sehr hohen eigenen Fehlerquote mit z.B. fünf verworfenen Siebenmetern mit 28:32 verloren geben. Kaufmann sah hier noch deutliche Defizite bei einigen seiner Akteure nach der überstandenen Corona Erkrankung. Aber auch hiervon ließen sich die Spieler aus der Bunten Stadt nicht aus dem Konzept bringen. Die nächsten vier Spiele konnten souverän gewonnen werden und auch beim "Angstgegner" Fichte Erdeborn zeigte die Mannschaft deutlich wozu sie fähig ist. Mit der Osterpause kam der Knick in die Leistungskurve der HVW Akteure. ein knappes 24:23 gegen Apollensdorf war schon ungewöhnlich. Im entscheidenden Spitzenspiel bei der HG Köthen II am 30.04.22 ging es dann um den Aufstieg. Der Gewinner dieser Auseinandersetzung hätte beste Karten und den Weg in die Sachsen Anhalt Liga fast sicher. In einer tollen Partie zweier gleichwertiger Mannschaften, die von den jeweiligen Fanlagern euphorisch unterstützt wurden, behielten die Bachstädter mit 28:26 die Oberhand und sicherten sich den entscheiden Punktevorsprung. Auch die Erfolge in den letzten Begegnungen konnten die Enttäuschung über den verpassten Aufstieg bei der Kaufmann Sieben nicht verfliegen lassen. Zum Abschluss der Spielzeit steht ein toller 2. Platz in der Tabelle zu Buche. Sicher eine gute Platzierung, aber die Mannschaft wollte mehr.
Die HVW Fans ließen sich aber die Feierstimmung nicht verderben. Die Unterstützung über die gesamte Saison war beispiellos. In Köthen duellierten sie sich mit den heimischen Anhängern. In Quedlinburg und Zerbst machten sie mit toller Unterstützung die Begegnungen gefühlt zu Heimspielen und über die Stimmung in der heimischen "Zindelhölle" ist sowieso jeder Zweifel erhaben. Auch wenn der Weg in die nächst höhere Spielklasse knapp verpasst wurde, sind sie schon voller Vorfreude auf die Spielzeit 2022/23.
HVW Coach Jens Kaufmann zog sein Fazit der Saison. " Wir haben ein tolles Team. Leider haben uns zwei schwache Partien den Aufstieg gekostet. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Mannschaft das Potential hat den Weg in die Sachsen Anhalt Liga zu gehen. Es war für mich und Ulli Meyer schon etwas besonderes diese Männer zu trainieren und einige Jahre den Weg gemeinsam zu gehen. Die Corona Krise hat natürlich die Entwicklung des Kollektivs etwas gehemmt, aber man sieht trotzdem, wie es einen positiven Schritt nach vorne gemacht hat. Ein großer Dank geht an unser tolles Publikum, das Maßstäbe setzt. Immer wieder ist es eine Freude gewesen mit dem Team vor den gut gefüllten Rängen zu spielen oder auch auswärts einen unglaublichen Rückhalt zu haben. Ich bin guten Mutes, dass die Mannschaft auch unter den neuen Coaches Claus Hanke und Benny Nierlein ein gewichtiges Wort in der Aufstiegsfrage mitsprechen werden".
Für den HVW spielten während der Saison im Tor: Finn Reuter, Michael Grawe, Michael Konstabel - im Feld: Gustav Eilers, Christian Leweling, Max Richter, Tom Kaufmann, Ole Christiansen, Nils Christiansen, Maurice Hanke, Lucas Conradi, Eric Kunze, Sten Koletzki, Till Stührenberg, Moritz Tischer, Oscar Hase, Norman Hoffmann, Patrick Zeis, Marco Jahn, Marcel Schumann, Gian Reinert.