2. Männer mit Moral zum Punktgewinn

Für die Reserve des HV Wernigerode ging es an diesem Wochenende auf Reisen zur SG Lok Schönebeck II.
Nachdem letzten Spiel gegen den ungeschlagenen Tabellenführer, der HSG Börde I, wollte man die sehr gute Leistung (28:29 verloren) mit auf Reisen nehmen. Doch die Voraussetzungen waren alles andere als optimal. Im Laufe der Trainingswoche bekam das Trainergespann Meseck/ Hoffmeister ganze 7 Absagen für das bevorstehende Punktspiel.
Gleich zu Beginn stand die Abwehrreihe der Wernigeröder und so konnte man mit 0:1, 1:2 in Führung gehen. Wieder einmal konnten die Gäste klarste Chancen beim Konter und auch im statischen Spiel nicht nutzen. So kam es, wie es kommen musste. So sehr sich die Abwehr auch mühte und mehrere Bälle der Schönebecker abfing, lag man in der 12. Spielminute mit 5:2 hinten. Zu diesem Zeitpunkt kam der Angriff immer mehr ins stocken. Nutzen die Wernigeröder zum Anfang des Spiels ihre klaren Chancen nicht aus, kamen jetzt auch leichte Abspielfehler hinzu. In der 24. Spielminute lag man bereits mit 11:6 hinten. Auch ein kleiner Zwischenspurt zum 12:9 brachte keine Besserung. Ganz im Gegenteil. Lok Schönebeck konnte ihre Führung bis zum Halbzeitpfiff auf 15:9 ausbauen. In der Umkleidekabine der Wernigeröder, war in der Halbzeitpause eine ungewohnte Stille der Spieler zu spüren. Eigentlich die spielerisch bessere Mannschaft lag mit 6 Toren hinten. Nun galt es die Mannschaft wieder aufzubauen und sie an ihre Stärken zu erinnern. Nach dem Wiederanpfiff schien dieses auch Früchte zu tragen. Nach 2 Toren in Folge konnte man auf 15:11 verkürzen. Mit diesem Teilerfolg im Rücken wollte man aber zu diesem Zeitpunkt des Spiels zu viel und schloss so oft zu füh und überhastet den Angriff ab. Die Quittung dafür bekamen die Harzer prompt und so lag man in der 43. Spielminute mit 19:12 hinten. Das Spiel schien gelaufen, aber aufgeben ist keine Alternative. In der 45. Spielminute beim Stand von 20:13 glaubten die wenigsten in der Halle an eine Wiedergeburt der Wernigeröder. Doch der HVW kämpfte und mit Michael Konstabel im Tor, der immer stärker wurde, legte die Abwehr noch eine Schippe drauf. In der 51. Spielminute kam man bis auf 4 Tore, auf 21:17 heran. Ungewohnt bei so einem Lauf nahmen die Harzer trotzdem eine Auszeit. Diese sollte hauptsächlich dazu dienen dem dünnen Kader noch einmal eine Verschnaufpause zu geben. Aber auch gleichzeitig wurden die letzten taktischen Anweisungen für die letzten Minuten des Spiels ausgegeben. Der Kampf ging nahtlos weiter so das man in der 56. Spielminute sogar auf 21:19 verkürzen konnte. Ein kleiner Rückschlag war das 22:19 in der 57. Minute. Mit dem Rückenwind der letzten zehn Spielminuten brachte dieses aber die HVW Mannen nicht aus dem Gleichgewicht und so wurde am Ende der Partie mit dem 22:22 ein Punkt in der Ferne erkämpft.
Trainer Gero Meseck war nach dem Spiel über den Willen und den Kampf seiner Spieler mehr als zufrieden. Ich glaube keiner hat beim Stand von 20:13 damit gerechnet das wir nochmal zurück kommen. Unglaublich das mit dieser dünnen Personaldecke solch eine Energieleistung vollbracht wurde. Am Ende haben wir einen Punkt gewonnen und nicht verloren. Dafür kann ich der Mannschaft nur gratulieren.
Michael Konstabel, Marten Kopp (2), Gian Reinert (7), Philip Lamprecht (4), Fabian Deicke (3),
Alexander König (5), Christoph Hoffmeister, Benjamin Weber, Justin Hübschke (1)