Auswärtssieg nach langer Pause: HV Wernigerode dominiert beim SV Eintracht Imekath

Deutlicher 44:24-Erfolg nach überzeugender Mannschaftsleistung
Nach einer längeren Wettkampfpause stand für den HV Wernigerode das Auswärtsspiel beim Tabellenletzten SV Eintracht Imekath auf dem Programm.
Die Ausgangslage war klar: Während die Wernigeröder bislang mit nur einem Sieg aus vier Spielen dastanden – Pessimisten würden sagen, lediglich ein Sieg, Optimisten verweisen auf nur eine Niederlage –, spiegelt die Tabelle die Wahrheit wider. Bisher hatte der HVW ausschließlich gegen Teams aus der oberen Tabellenregion gespielt, weshalb ein Sieg gegen Imekath nun fast schon Pflicht war.
Die Gäste aus Wernigerode begannen furios und führten nach nur drei Minuten bereits mit 1:4. Immer wieder fanden sie schnelle Abschlussmöglichkeiten und setzten die Gastgeber früh unter Druck. Doch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit schlichen sich Unkonzentriertheiten, vor allem in der Abwehr, ein. Nach knapp 15 Minuten zeigte die Anzeigetafel ein 8:11 – die Heimmannschaft nahm eine Auszeit. Diese Pause nutzte der HVW, um die Abwehr neu zu formatieren, was sich sofort auszahlte. Die Gäste erhöhten das Tempo und bauten ihren Vorsprung bis zur Pause souverän auf 11:22 aus.
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der HV Wernigerode mit einer komplett veränderten Formation. Das Trainerteam nutzten die komfortable Führung, um verstärkt auf den eigenen Nachwuchs zu setzen: Mehrere C-Jugendliche erhielten endlich die verdiente Spielzeit, die ihnen in der bisherigen Saison oft verwehrt geblieben war. Das Team zeigte große Spielfreude, nahezu alle Spieler konnten sich in die Torschützenliste eintragen. Die Führungsspieler übernahmen Verantwortung – auch, indem sie diese an die jüngeren Kollegen abgaben. Tor um Tor baute der HV Wernigerode den Vorsprung weiter aus und ließ den Gastgebern keine Chance mehr.
Am Ende stand ein sehr klarer 24:44-Auswärtssieg zu Buche – ein Ergebnis, das sowohl für das Selbstvertrauen als auch für die Tabellensituation enorm wichtig ist. An diesem Tage ging es um mehr als zwei Punkte – das Kollektiv zeigte einen großartigen Zusammenhalt.
Trainer Tobias Kerkau war dennoch kritisch: „Die Phase Mitte der ersten Halbzeit hat mir nicht gefallen, da sind wir noch nicht kompakt genug in der Abwehr. Wenn wir ganz oben ankommen wollen, haben wir da noch viel zu Lernen. Mir hat imponiert, dass die gesamte Mannschaft sich heute zurückgenommen hat und jeder dem anderen ein Tor gegönnt hat. Selbst unser Torhüter durfte sich mit einem Tor per 7 Meter belohnen. Insgesamt haben wir das sehr ordentlich gemacht. Der Spaß beim Spiel war heute spürbar.
Bereits am kommenden Wochenende steht das nächste Spiel auf dem Programm: Dann empfängt der HV Wernigerode den HSV Haldensleben zum Heimspiel in eigener Zindelhalle. Mit dem Rückenwind aus dem deutlichen Erfolg gegen Imekath wird das Team motiviert und voller Zuversicht in die Partie gehen.
Hunger, Lauenroth (1), Kaufmann, Robra (1), Hoppstock (8), Stieglitz (1), Watzek (3), Reinke (3), Kramer (7), Meyer (5), Zier (3), Meier (1), Roßbach (2), Eisemann (9)