D-Jugend unterliegt beim Tabellenführer

Tabellenführer zeigt Grenzen auf
April, April. Das dachten sich die Handballer aus Wernigerode, als sie die Spielansetzung gelesen haben. 10Uhr in Westeregeln. Es gibt angenehmere Zeiten, um ein Handballspiel anzupfeifen. Die Auswärtstour zum Topspiel begann um 8Uhr in der Früh.
Noch halbverschlafen kamen die Jungs um das Trainergespann Kerkau / Schulze in Westeregeln an. Ab in die Kabine, Handballtrikot übergezogen, Kampfmodus einschalten. Keine Spur von Müdigkeit mehr, nachdem die Jungs das Spielfeld zur Erwärmung betreten hatten. Mit hoher Konzentration, Ehrgeiz und Willen dieses Spiel zu gewinnen, stimmten sich die Jungs auf die bevorstehende Aufgabe ein. Das Trainergespann um Peter Beinhoff macht in Westeregeln seit Jahren eine tolle Nachwuchsarbeit, was sich auch in der Tabelle merkbar macht. Der Tabellenführer empfing den Tabellendritten. Eine spannende Partie stand bevor. Die Trainer beider Seiten schätzen sich sehr, was sich auch auf die Mannschaften sichtlich übertrug. Viele Spieler kennen sich bereits seit Jahren aus diversen Auswahltrainings und –turnieren. Das Spiel begann hektisch. Die Gastgeber gingen 1:0 in Führung, um postwendend das 1:1 zu kassieren. Das junge Schiedsrichtergespann hatte sehr viel Mühe, dem Spielgeschehen zu folgen. Beidseitig wurde äußerst zaghaft gepfiffen. Es kam zur Nervosität nun auch Härte in die Partie. Beide Trainerbänke waren sich nach dem Spiel darüber einig, dass diese Partie erfahrene Schiedsrichter verdient gehabt hätte. Auch in einem D-Jugendspiel sollten Schiedsrichteransetzungen künftig besser bedacht werden. Zurück zum Spiel. Über die Stationen 2:2, 4:4 bis zum 6:6 konnte sich keine Mannschaft absetzen. Nach gut zwölf Minuten konnte sich Westeregeln erstmals mit zwei Toren absetzen (9:7). Bis zum 14:12 nach siebzehn Minuten war der 2-Tore Rückstand für die Wernigeröder aktuell. Kurz vor der Pause erwischten die Harzer nun eine starke Phase. So gelang es den Rückstand bis zur Pause in ein Unentschieden (15:15) zu verwandeln. Dem HVW gelang es nicht einmal in Führung zu gehen. In der Halbzeit wurden diverse Kleinigkeiten angesprochen und die Jungs auf die zweite Hälfte eingestimmt. Den besseren Start in Halbzeit zwei erwischte der Tabellenführer. Schnell erspielten sich die Hausherren einen 17:15 Vorsprung. Leider verschliefen die Wernigeröder die Partie nun etwas. Immer wieder gelang es Wacker einfache Tore zu erzielen. Nach achtundzwanzig Minuten stand es 21:17. Ein Rückstand, der vor allem am Selbstvertrauen des HVW nagte. Auch eine Auszeit konnte wenig am Spielverlauf ändern. Viele Fouls, Fehlwürfe und Diskussionen zerstörten einen richtigen Spielfluss zur Mitte der zweiten Hälfte. Beim Stand von 25:20 war die Begegnung entschieden. Aufgeben und untergehen wollten die Jungs allerdings zu keinem Zeitpunkt. Am Ende stand nach vierzig Minuten ein 26:23 Heimsieg für Wacker an der Anzeige. Der HVW präsentierte sich auf absoluter Augenhöhe, erwischte jedoch nicht den besten Tag. Trainer Kerkau ist dennoch stolz auf seine Mannschaft: „Die Jungs haben heute alles versucht. Viel Kampf, Leidenschaft und Emotionen haben die Jungs in die Partie gesteckt. In unserem Spiel fehlte heute einfach die Breite. Am Ende hat Westeregeln verdient gewonnen. Der Gegner ist heute diese drei Tore besser gewesen.“
HVW: Götting – Schmegner – Kopp (2) – G.Reinert (9) – S.Koletzki (7) – Jech – Gottwald – Schäfer – Leiste – Bollmann (1) – Löwen (4) – Schulze