Endlich Punkte in der Fremde

Am vergangenen Wochenende gelang dem HV Wernigerode ein hart erkämpfter Auswärtssieg gegen den SV Anhalt Bernburg mit 18:24.
Der Weg zu diesem Erfolg war jedoch alles andere als einfach und geprägt von zahlreichen Herausforderungen und dramatischen Momenten.
Schon zu Beginn des Spiels tat sich der HV Wernigerode besonders in der Abwehr schwer. Die Gastgeber aus Bernburg nutzten dies und gingen mit 4:2 in Führung. Erst danach gelang es dem HVW, die Spielkontrolle zu übernehmen. Trotz der verbesserten Leistung blieb die Partie bis zur Pause knapp, was auch auf zwei verworfene Siebenmeter zurückzuführen war. Mit einer 2-Tore-Führung (8:10) ging Wernigerode letztlich in die Halbzeit.
Der Start in die zweite Halbzeit verlief für den HVW vielversprechend: Schnell konnte die Mannschaft den Vorsprung auf 8:12 ausbauen. In dieser Phase wurde Bernburgs Kreisläufer mit einer roten Karte vom Platz gestellt, was dem Gast noch mehr Spielraum verschaffte.
Statt die Führung weiter auszubauen, verhinderten einige leichtsinnige Fehler eine deutlichere Differenz. Die Gastgeber zeigten sich kämpferisch und nutzten die Gelegenheit, um sich wieder heranzuarbeiten. Beim Stand von 15:16 verlor der HVW seinen Abwehrchef ebenfalls durch eine rote Karte. Hinzu kam eine Zeitstrafe gegen Trainer Tobias Kerkau, sodass die Gäste zeitweise in dreifacher Unterzahl agieren mussten.
Trotz der widrigen Umstände – dreifache Unterzahl – konnte sich der HV Wernigerode behaupten. Die Unterzahl überstand der Gast mit einem 1:1. Der Teamgeist wurde in dieser schwierigen Phase geweckt, und danach übernahm die Gastmannschaft endgültig das Spielgeschehen. Bernburg hatte dem Herz und der Geschlossenheit des HVW nichts mehr entgegenzusetzen.
Der HV Wernigerode feierte einen 18:24 Auswärtssieg. Die Mannschaft zeigte in entscheidenden Situationen Nervenstärke und Zusammenhalt. Besonders die Überwindung der Unterzahl und das konsequente Ausnutzen der Chancen in der Schlussphase sorgten für den verdienten Erfolg.