Erneute Schwächephase des HVW bringt die Niederlage

Erneute Schwächephase des HVW bringt die Niederlage

Die 1. Männermannschaft des HV Wernigerode musste am Samstag zum Punktspiel nach Gräfenhainichen reisen. Der dort ansässige TuS Radis war der Gastgeber für ein Spiel der Tabellennachbarn. 8. gegen 9. war die Ansetzung auf dem Papier.

Von Beginn an entwickelte sich ein intensives Spiel, das von beiden beiden Seiten mit hoher Intensität geführt wurde. Kein Team gab auch nur einen Meter vom Parkett kampflos auf. In der Anfangsphase war es ein Spiel auf Augenhöhe. Für Aufregung bei den Fanlagern der jeweiligen Vereine sorgten einige Entscheidungen der Schiedsrichter, die alleine schon neun Zeitstrafen in der ersten Spielhälfte aussprachen. Auf dem Spielfeld zeichnete sich ein Abnutzungskampf ab. In den ersten fünfzehn Minuten wechselte die Führung hin und her. Bis zum 10:10 in der 16. Spielminute war das Match total ausgeglichen. Dann passierte das Unausweichliche auf Seiten der Harzer. Die obligatorische Schwächephase. Diese sollte sich bis zum Pausenpfiff hinziehen und schon für eine Vorentscheidung in dieser Partie sorgen. Eine Vielzahl von eigenen Fehlern und Fehlwürfen brachte den Gastgeber auf die Siegerstraße. Diese nahm die Geschenke dankend an. Mit Entsetzen durchlebten die HVW Anhänger das Deja Vu wie in jedem Spiel. Diesmal hatte es aber fatale Folgen. Ein bis dahin gutes Spiel des Aufsteigers machte dieser sich selbst kaputt. Bei einem 23:15 wurden die Seiten gewechselt. Es war ruhig geworden unter den HVW Fans.

Nach dem Wechsel gingen diese aber wieder mit vollem Einsatz zur Sache und unterstützten Ihr Team mit gewohntem Elan. Dies schien die HVW Spieler mitzureißen. Engagierter in der Abwehr agierend, waren die ersten acht Minuten der zweiten Spielhälfte ausgeglichen. 28:20 stand es zu diesem Zeitpunkt. Jetzt ging nochmal ein Ruck durch die Wernigeröder Mannschaft. Wie schon in den Spielen zuvor gaben sie sich trotz des hohen Rückstandes nicht auf. Tor um Tor kamen sie heran. Die Hausherren verloren ihre Souveränität. Jetzt unterliefen auch ihnen einige Fehler. Auf 28:23 in der 41. Minute hatten die Mannen aus der Bunten Stadt den Rückstand verkürzt. In einer strittigen Szene kurz darauf lief dann der Radiser Trainer ohne Aufforderung aufs Spielfeld, um sich um einen am Boden liegenden Spieler zu kümmern. Der Angriff der Harzer wurde abgepfiffen und zum Entsetzen aller Regel kundiger HVW Anhänger gab es nur eine gelbe Karte gegen den Coach der Gastgeber und Freiwurf für den Gast. Eine krass falsche Regelauslegung der Schiedsrichter in Absprache mit dem heimischen Kampfgericht. Dies brachte die Wernigeröder Fans richtig auf Betriebstemperatur. Trotzdem ließ sich das Gästeteam nicht irritieren und gab weiter Gas. Der Heimmannschaft schien das Spiel zu entgleiten. In der 46. Minute war der Abstand sogar auf 29:26 geschmolzen. War wieder etwas möglich für die Gäste? Nein, den nun steigerte sich der Radiser Schlussmann und konnte zahlreiche Würfe der HVW Spieler entschärfen. Die Hausherren nutzten die Chancen in dieser Spielphase effektiver, ohne selbst zu glänzen. Bis zur 54. Minute konnten sie den Vorsprung wieder auf 34:29 ausbauen. Die Schiris sorgten noch einmal für einen Aufreger unter den Wernigeröder Anhängern, ein Schiedsrichter pfiff und zeigte eindeutig das Timeout Zeichen, um einen Radiser Spieler eine Strafzeit zu erteilen. Seine Pfiffe und Gesten gingen bei einigen in der Halle unter. Also ließ er das Match dann einfach weiterlaufen, der HVW verlor irritiert den Ball und dann bestrafte der Schiedsrichter den Spieler der Heimmannschaft im Nachhinein. So wurde den Gästen erneut ein Vorteil verweigert. In den letzten Minuten versuchten die HVW Akteure mit allen Mitteln den Spielstand zu verkürzen, aber bis zum Abpfiff gelang es nicht mehr. Beim 36:31 wurde die Partie beendet. Das clevere Team hatte gewonnen. Die HVW Anhänger verließen mit gesengtem Kopf die Halle. Wieder hatte sich ihr Team selbst geschlagen.

HVW Trainer Kerkau war nach dem Spiel auch nicht zufrieden. "Ich sehe das Positive an meiner Mannschaft. Wir haben die spielerischen Möglichkeiten einigen Teams in der Sachsen Anhalt Liga wirklich Paroli zu bieten und unsere Moral ist unglaublich. Auch von großen Rückständen lassen sich unsere Spieler nicht entmutigen und kämpfen bis zum Ende. Da können wir nur den Hut ziehen, das macht uns auch als Trainer sehr viel Freude. Leider kriegen wir keine Konstanz in unser Spiel. In jeder Partie haben wir 10-15 Minuten wo nichts zusammen läuft, wo uns leichteste Fehler unterlaufen und wir die Spiele schon abgeben. Daran gilt es zu arbeiten. Im Training ist alles prima, aber im Spiel kriegen wir es noch nicht auf die Platte".

HVW: Grawe, Reuter - Leweling(1), Richter(1), Kaufmann(3), O.Christiansen, Hanke(4), Conradi(10), Bollmann(1), Kunze, Koletzki, N.Christiansen(4), Tischer(2), Roßbach(2), Hoffmann(3)

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