Heimsieg nach furioser Aufholjagd

Heimsieg nach furioser Aufholjagd

 

Der HV Wernigerode hat das Oberliga-Duell gegen den HSV Magdeburg mit 40:39 gewonnen. Nach einem zwischenzeitlichen Rückstand von neun Toren bewies die Heimmannschaft große Moral und drehte die Partie in einer dramatischen Schlussphase.

Der HSV Magdeburg erwischte den besseren Start und ging durch Treffer von Egon Hirche, Luis Niklas Otto und Leo Kaßebaum früh mit 3:0 in Führung. Die Heimmannschaft antwortete mit einem verwandelten Siebenmeter von Phil Hoppstock, konnte den Rückstand zunächst jedoch nicht entscheidend verkürzen. Nach knapp elf Minuten lag Magdeburg sogar mit 4:10 vorn. HVW-Schlussmann Eric Hunger vereitelte einen noch größeren Rückstand.
Eine Auszeit des HV Wernigerode in Minute 11 brachte anschließend neue Impulse. Die Gastgeber fanden besser ins Spiel und verkürzten den Abstand. Besonders Phil Hoppstock übernahm Verantwortung von der Siebenmeterlinie, während Arik Roßbach, Nico Stieglitz, Maximilian Eisemann und Fiete Märsch wichtige Treffer zum Wernigeröder Zwischenspurt beisteuerten.
Magdeburg behauptete seine Führung jedoch bis zur Pause. Beim Stand von 15:19 wurden die Seiten gewechselt. Auch nach Wiederanpfiff blieb der HSV zunächst tonangebend und baute seinen Vorsprung weiter aus. Treffer von Henri Kramer und Dominik Zier änderten erstmal nichts an der Dominanz der Magdeburger. In der 40. Minute lag Magdeburg mit 22:31 vorn, 9 Tore betrug der Rückstand.
Der Gastgeber gab sich trotz der deutlichen Hypothek nicht geschlagen. Mit einer engagierten Abwehrleistung und erfolgreichen Abschlüssen im Angriff kämpfte sich die Mannschaft Tor um Tor heran. Moritz Rummert zeigte mit seinen Jungs nun eine engagierte Leistung in der Abwehr. Die beiden HVW-Torhüter Jakob Watschon und Cedric Neve trieben ihre Mannschaft mit heldenhaften Paraden voran. Neve musste binnen kurzer Zeit drei Kopftreffer hinnehmen. Watschon vernagelte nahezu den Kasten. Der HVW witterte Lunte. Ging mit dieser Leistung doch noch was? In der Schlussphase entwickelte sich die Begegnung zu einem offenen Schlagabtausch.
Nach dem 31:36 in der 51. Minute startete Wernigerode die entscheidende Aufholjagd. Treffer von Maximilian Eisemann, Arik Roßbach, Phil Hoppstock und Lennox Perll brachten die Gastgeber zurück ins Spiel. Bei 57:37 gelang der Ausgleich zum 37:37, ehe Wernigerode durch Arik Roßbach und einen weiteren Siebenmeter von Phil Hoppstock mit 39:38 in Führung ging. Wie war das möglich? Ein vorentschiedenes Spiel kippte.
Kurz vor Schluss nahm die HVW-Trainerbank bei 59:28 noch einmal eine Auszeit. 25 Sekunden vor dem Ende erzielte Phil Hoppstock das vorentscheidende 40:38. Magdeburg verkürzte durch einen verwandelten Siebenmeter von Luis Niklas Otto noch wenige Sekunden vor Schluss auf 40:39, doch der Heimsieg des HV Wernigerode war nicht mehr gefährdet.

Der HV Wernigerode feierte einen außergewöhnlichen 40:39-Heimerfolg. Nach einem klaren Rückstand zur Mitte der zweiten Halbzeit drehte die Mannschaft die Partie mit einer beeindruckenden kämpferischen Leistung. Der Siegtreffer fiel wenige Sekunden vor dem Ende und besiegelte eine spektakuläre Aufholjagd. Trainer Tobias Kerkau war beeindruckt: „Der HSV hatte hier 45 Minuten alles im Griff. Unser Spiel war geprägt von eigenen Fehlern und schlechten Entscheidungen. Dann kommen die Paraden der Torhüter, glückliche Entscheidungen der Schiedsrichter und der Wille hinzu. Und plötzlich spielst du dich wie in einen Rausch. Die Punkte sind sicher glücklich. Die letzten 15 Minuten müssen für uns der eigene Anspruch sein.“

Mit drei Siegen aus drei Spielen steht der HVW weiterhin an der Tabellenspitze der Oberliga A-Jugend.

HV Wernigerode

Hunger-Neve-Watschon, Hoppstock (13) – Eisemann (8) – Kramer (2) – Watzek (2) – Märsch (2) – Perll (2) – Stieglitz (1) – Zier (1) – Roßbach (9) - Rummert

 

 

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