HVW-Damen holen Punkt gegen HC Salzland!

Spannung bis zur letzten Sekunde: Die Handballdamen des HV Wernigerode lieferten sich vor heimischer Kulisse ein hart umkämpftes Duell mit dem HC Salzland 06. Nach 60 umkämpften Minuten trennten sich beide Teams mit einem 23:23-Unentschieden. In der vergangenen Saison hatten sich die Wernigeröderinnen im ersten Aufeinandertreffen mit einem Tor geschlagen geben müssen.
Das gesamte Spiel glich einem ständigen Katz-und-Maus-Spiel. Keiner Mannschaft gelang es über 60 Minuten, sich einen klaren Vorsprung zu erarbeiten und diesen auch zu halten. Isabel Liebecke legte vor, doch die Gäste zogen schnell nach. Nach fünf gespielten Minuten stand es 1:3 in der Wernigeröder Zindelhalle. Dann starteten die Wernigeröderinnen ihre Aufholjagd: Durch Treffer von Isabel Liebecke, Lara Ullrich, Gina Maria Kregelin und Sabrina Hanns leuchtete ein 6:3 auf der Anzeigetafel. Das zwang die Gäste in der 15. Minute zur ersten Auszeit. Anschließend fanden die Salzländerinnen wieder besser ins Spiel und glichen aus. Marie-Christin Mundt und Kirsten Leube verschafften dem HV Wernigerode erneut etwas Luft. In der 21. Minute stand es 8:6. Doch die Konzentration ließ allmählich nach – und so gaben die Gastgeberinnen die Führung wieder aus der Hand. Die Staßfurterinnen holten zügig auf. Mit einem 9:11-Rückstand ging es in die Kabinen. Die zweite Halbzeit dominiert der HVW. Die ersten neun Minuten gehören den Gastgeberinnen. Mit Toren von Lisa Freyth, Gina Maria Kregelin, Lara Ullrich und Marie-Christin Mundt erspielten sie sich einen Drei-Tore-Vorsprung zum 15:12. Der HVW zeigte starkes Rückzugsverhalten und nutzte seine Überzahlsituationen konsequent. In der Abwehr agierten die Wernigeröderinnen offensiv – Lara Ullrich konnte dadurch mehrfach Bälle erobern.
Auch in der zweiten Welle erspielten sich die Harzerinnen gute Abschlusschancen. Allerdings ließen sie einige klare Möglichkeiten ungenutzt. Das wussten die Gäste zu nutzen: In der 47. Minute stand es erneut unentschieden (17:17). Kristen Leube und Isabel Liebecke trafen zum 19:17 (50. Minute). Die Schlussphase war hitzig. In der 54. Minute sah Isabel Liebecke nach einem unglücklichen, Zweikampf die Rote Karte – Eingehakt mit ihrer Gegenspielerin geht sie selbst zu Boden. Kurz darauf kassierten auch die Gäste eine Zwei-Minuten-Strafe sowie eine Gelbe Karte für ihren Trainer. Marie-Christin Mundt verwandelte anschließend einen Siebenmeter zum 21:21. Beide Teams kämpften weiter um den Sieg. In der letzten Spielminute glichen die Staßfurterinnen zum 23:23 aus. Der HVW nahm noch eine Auszeit und warf alles nach vorn – doch der entscheidende Treffer wollte nicht mehr fallen. Letzte Hoffnung: ein direkter Freiwurf – doch der Ball flog über das Tor. Am Ende war das Trainergespann Gessing/Leube mit diesem Punkt in der heimischen Zindelhölle sehr zufrieden. „In der vergangenen Saison hätten wir dieses Kampfspiel verloren. Wir haben uns auch mental weiterentwickelt, Stärke bewiesen und gezeigt, dass wir 60 Minuten gegenhalten können. Danke hier auch an die Unterstützung von der Tribüne, die uns nach vorne getrieben haben."
D. Torge, C. Zabel – L. Ullrich (3); K. Leube (3); C. Reichelt (1); M.-C. Mundt (5); G. Kregelin (4), A. Berghof; S. Hanns (1), M. Fehnle; I. Liebecke (4); L. Freyth (2); S. Gattermann; J. Gessing; V. Grünig