mA-Jugend weiter mit erfolgreichem Jahr 2017

Die männliche Jugend A des HV Wernigerode war am vergangen Wochenende abermals Gastgeber in der Sachsen Anhalt Liga. Dieses mal wurde der bis dato Tabellenzweite vom Barleber HC empfangen. Auch wenn der Gastgeber nicht in Bestbesetzung antreten konnte, wollte man sich für die knappe Hinspiel Niederlage (29:27) revanchieren.
Gleich von Beginn an unterstützten die zahlreich erschienenen Fans lautstark die Wernigeröder. Nach kurzer Abtastphase beider Mannschaften fanden die Harzer schnell zu ihrem Spiel und man konnte sich 4:1 absetzen. Immer wieder wurden die Angriffsbemühungen der Gäste gekonnt gestört. Sollten diese doch einmal durch die Deckung gekommen sein, waren an diesem Tag die beiden Torhüter Michael Deisting und Olaf Dannewitz zur Stelle. So konnte man souverän auf 8:3 davon ziehen. Beim Stand von 8:4 nahmen dann folgerichtig die Gäste eine Auszeit, um sich neu auf das Spiel einzustellen und den Spielfluss der Wernigeröder zu stören. Unbeeindruckt von dieser Auszeit spielte der Gastgeber weiter und konnte bis kurz vor der Halbzeit den Vorsprung sogar auf 13:7 ausbauen. Leider schlichen sich ab diesem Zeitpunkt mehrere leichte Fehler ein. Damit konnte Barleben das Ergebnis bis zum Halbzeitpfiff wieder etwas freundlicher für sich gestalten und man ging mit einem 14:10 für Wernigerode, in die Halbzeitpause. Die letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit waren dann auch das Hauptgesprächsthema in der Halbzeit. Trainer Meseck erklärte eindringlich seinen Mannen das man mit solch einer Spielweise den Gegner wieder aufbaut und ihn damit zurück ins Spiel kommen lässt. Man braucht die Konzentration der ersten fünfundzwanzig Minuten. Mit diesen letzten mahnenden Worten ging es aus der Umkleidekabine zurück auf das Spielfeld. Diese Worte schienen gefruchtet zu haben. So gestalteten sich die ersten Minuten der zweiten Halbzeit ausgeglichen und bis zum 16:12 wurde wieder ordentlicher Handball geboten. Doch immer mehr stockte das Angriffsspiel der Gastgeber. Auch in der Deckung kam man schlicht zu spät am Gegner heran. Schon nach acht Spielminuten in der zweiten Halbzeit (16:14) mussten die Gastgeber eine Auszeit nehmen. Leider hatte diese nur wenig Erfolg und Barleben konnte beim Stand von 18:18 ausgleichen. Folgerichtig nahm man in der 42. Spielminute abermals eine Auszeit, um nicht völlig das Spielsystem zu verlieren. Beim Stand von 18:19 gingen die Gäste erstmals in dieser Partie in Führung. Aber Wernigerode hielt dagegen und erkämpfte sich die Führung zurück. Beim Stand von 22:20 schlichen sich leider wieder zu viele Fehler ein und man ließ Barleben zu oft gewähren. Zwei Minuten vor dem Schlusspfiff und beim Stand von 24:25 bekamen die Gäste einen Siebenmeter. Damit schien die Partie zu Ungunsten der Hausherren entschieden. Wernigerode wechselte den Torwart und HVW Keeper Olaf Dannewitz hält den Wurf. Im Gegenangriff schaffen die Hausherren den Ausgleich. Zwanzig Sekunden vor Schluss nahmen die Gäste eine Auszeit. In dieser wurde mit aller Wahrscheinlichkeit ihr letzter Angriff abgesprochen und das sie diesen bis zum Schluss ausspielen sollen. Von dieser Annahme getrieben stellte Trainer Meseck noch einmal seine Mannen ein. Mit aller Macht sollte die Abwehr dagegen halten und Fehler provozieren. Auf keinem Fall zu passiv agieren und keinen Wurf auf das eigene Tor zulassen. Doch sichtlich überrascht von der Abwehrreihe machte Barleben den eigenen Fehler. Moritz Tischer erkannte dieses Blitzschnell und spielte den Ball zu dem nach vorne stürzenden Max Bomeier. Dieser konnte den Ball wortwörtlich in letzter Sekunde im Tor der Gegner unterbringen. 26:25 und das Spiel wurde abgepfiffen. Die Halle tobte. Auch die Spieler fielen sich in die Arme und jubelten ausgiebig. Hatte man noch zwei Minuten vorher mit einer Niederlage rechnen müssen. Für die vielen Zuschauer kann es sicherlich nicht spannender und schöner sein. Trainer Meseck war nach dem Match sichtlich gezeichnet: "Als Trainer altert man aber gehörig. Kämpferisch eines der besten Spiele in dieser Saison. Eine geschlossene Mannschaftleistung bei der in den letzten zwei Spielminuten noch Helden “geboren” wurden".
HVW: Michael Deisting, Olaf Dannewitz, Steven Reinert, Noah Balint(6), Ole Christiansen(2), Lucas Conradi(3), Tomy Girrbach, Leonard Schaper, Paul Toerne, Maximilian Bomeier(4), Moritz Tischer(11)