Nach tollem Start unterliegt die Männermannschaft gegen den BSV

Mit dem BSV Magdeburg reiste ein Schwergewicht in die Bunte Stadt. In einer gut gefüllten Zindelhalle ging es für die Wernigeröder Hausherren um wichtige Punkte im Abstiegskampf.
Mit nur acht Feldspielern die nicht durch Krankheit oder Verletzung beeinträchtigt waren, mussten die HVW Trainer das Match angehen. Diese personelle Schwächung machte sich im Verlauf der Partie immer mehr bemerkbar. Am Ende reichte es nicht für die Harzer. Die Hauptstädter sind ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Nach einem furiosen Beginn mit einer seht starken Abwehrleistung gingen die Harzer mit 2:0 in Führung. Es dauerte aber bis zur 9. Minute ehe Wernigerodes Keeper Michael Zimmermann das erste Mal hinter sich greifen musste. Zwei leichte Abspielfehler quer vor der gegnerischen Abwehr durch den HVW brachte dem Gästeteam durch zwei Konter den 2:2 Ausgleich. Verwirrung gab es durch eine Unstimmigkeit zwischen dem Kampfrichter Tisch und den Schiedsrichtern um die Anerkennung eines Treffers von Lucas Conradi. Der wurde fälschlicherweise den Gastgebern zugeordnet, obwohl die Schiedsrichter das Tor nicht anerkannten. Das brachte die BSV'ler nochmal kurz aus dem Tritt. Die Heimmannschaft konnte einen Vorsprung zum 9:6 (20.) erzielen. Die zweite Zeitstrafe gegen Nils Christiansen kurz danach wendete das Blatt. Die Harzer nahmen sich ihre übliche Schwächephase. Ein 0:7 Lauf (09:13) binnen acht Minuten beendet alle Träume der treuen Fans. Erneut wurde eine bis dahin gute Leistung durch eigene Unzulänglichkeiten vergeben. Beim Stand von 12:15 wurden dann die Seiten gewechselt.
Mit dem Wiederanpfiff blieben die ersten Minuten ausgeglichen. Tom Kaufmann kam wegen Verletzung nur zu den Strafwürfen aufs Feld. Bis zur 40. Minute hielten die HVW Spieler den Rückstand in Grenzen (17:21). Danach machte sich der Kräfteverschleiß bemerkbar. Mangels Wechseloptionen zahlten die Wernigeröder nun den Tribut. Die Mannen vom BSV konnten nun leichte Treffer erzielen und entschieden die Partie schon bis zur 46. Minute (20:29). Danach hatten die Schiedsrichter, deren Leistung von Spielern und Zuschauern beider Lager kritisch gesehen wurde, noch ihre Szenen. In den letzten Minuten verteilten sie noch fünf rote Karten in einem Match, das sicher umkämpft, aber nie hart geführt wurde. So wurde der kleine Kader des HVW noch um weitere Spieler reduziert. Beim Schlusspfiff stand dann ein 29:38 Endergebnis auf dem Tableau.
Die HVW Trainer waren bedient nach dem Spiel. " Wir können keinem Spieler einen Vorwurf machen. Alle haben sich voll reingehängt, auch die angeschlagenen. Die Anfangsphase war Top. Leider hatten wir dann wieder die Aussetzer, wo einfachste Bälle nicht ankommen. Damit haben wir uns selbst um den Lohn unserer Arbeit gebracht. Das ist schon frustrierend, weil wir immer wieder zeigen, dass wir mit vielen Teams durchaus mithalten könnten. Nun gilt es sich auf den kommenden Spieltag zu konzentrieren, da muss ein Sieg her."
HVW: Zimmermann, Reuter - Richter(5), Kaufmann(4), O.Christiansen(2), Hanke(2), Conradi(3), Bollmann, Kunze(4), N.Christiansen(3), Tischer(2), Hofmann(1), Hotopp(3)