Souveräner Auswärtssieg und vorzeitige Meisterschaft der weiblichen Jugend B

Am vergangenen Samstag war die weibliche B-Jugend des HV Wernigerode auswärts beim SV Wacker 09 Westeregeln zu Gast. Die Anreise erfolgte mit gemischten Gefühlen, denn in der Vergangenheit tat sich das Team dort oft schwer. Entsprechend motivierten die Trainer ihre Spielerinnen vor dem Spiel und machten deutlich: Noch zwei Siege trennten die Mannschaft von der Meisterschaft.
Die Anfangsphase verlief zunächst ausgeglichen. In den ersten zehn Minuten entwickelte sich ein offener Schlagabtausch zwischen beiden Teams. Nach einer Auszeit der Gastgeberinnen nahm das Spiel jedoch eine klare Wendung zugunsten der Wernigeröderinnen. Vier Tore in Folge von Luna Patzelt sorgten für einen komfortablen Vorsprung.
Bereits vor der Halbzeit konnten die Trainer daher komplett durchwechseln und auch den jüngeren Spielerinnen wichtige Einsatzzeiten geben. Nach dem Seitenwechsel stellte das Trainerteam nochmals um. Mit dem eingespielten Rückraum um Melina Droste, Zoey Oberländer und Frieda Bielas sowie schnellen Tempogegenstößen über Außen – vor allem durch Luna Patzelt – kontrollierte der HV Wernigerode das Spiel deutlich.
Der Vorsprung wuchs kontinuierlich, sodass erneut die jüngeren Spielerinnen Spielpraxis sammeln konnten und Selbstvertrauen für kommende Aufgaben gewannen. Einziger Kritikpunkt blieb die Siebenmeterquote: Nur einer von sechs Strafwürfen fand den Weg ins gegnerische Tor. Den verwandelte Laila Drygas zum Endstand von 27:14 für den HV Wernigerode.
Am Samstagabend folgte dann die nächste gute Nachricht: Der Gegner des kommenden Heimspiels, die SG Solpke/Mieste, sagte die Partie ab. Damit steht bereits zwei Spieltage vor Saisonende fest, dass die weibliche B-Jugend des HV Wernigerode die Meisterschaft in der Bezirksoberliga West gewonnen hat.
Trainer Michael Oberländer zeigte sich nach der Saison sehr dankbar:
Er lobte den Ehrgeiz, den Teamgeist und die Geduld der Mannschaft, die gemeinsam mit einem noch unerfahrenen Trainer durch die Saison gegangen sei. Ein besonderer Dank galt auch Ulli Meyer, der das Team seit der Mitte der Spielzeit mit seiner Erfahrung unterstützt und die Spielerinnen sportlich weiterentwickelt habe.
Ebenso bedankte sich Oberländer bei allen Eltern, Freunden und Unterstützern, die das Team bei den Spielen begleitet und oft weite Fahrten auf sich genommen haben – sowie bei seiner Familie, die ihm mehrmals pro Woche den Rücken freigehalten hat.