Trainerinnen der wC-Jugend entscheiden das Match zu Ihren Ungunsten

Trainerinnen der wC-Jugend entscheiden das Match zu Ihren Ungunsten

Weibliche C-Jugend schlägt sich in Westeregeln selber

Mit einer unnötigen Niederlage kehrten unsere C-Mädels am Wochenende aus Westeregeln zurück.

Gegen mutig aufspielende, aber keineswegs überlegene Gegnerinnen kassierte man eine bittere und überflüssige 17:16 Niederlage, fuhr erneut ohne Punkte nach Hause.

Die Niederlage bahnte sich wie schon in Halberstadt gleich in den ersten Spielminuten an. Bevor unsere Mädels sich den Schlaf aus den Augen gewischt hatten, führten die Gastgeberinnen bereits mit 5:1 und stellten somit die ersten Weichen für den späteren Heimsieg. Erneut waren die ersten Minuten des Spiels unserer Mädels geprägt von Behäbigkeit, Vorsicht, langsamen Spieltempo und fehlendem unbedingten Siegeswillen. Hinzu kam mit jedem zusätzlichen Tor Rückstand entsprechende Verunsicherung in den eigenen Handlungen. Die Gastgeberinnen zeigten dagegen mit körperlicher Präsenz und robuster Angriffsspielweise, dass sie das Spiel unbedingt gewinnen wollten.

Konsequenterweise musste das Spiel bereits nach 7 Minuten ein erstes Mal durch Team-Time-Out der Gästetrainerinnen unterbrochen und die Mannschaft sortiert werden. Die vorgenommene Umstellung in Abwehr und Angriff zeigte insoweit Wirkung, dass man das Spiel nun ausgeglichener gestalten konnte, jedoch fand man auch in der Folgezeit insbesondere im Angriff noch nicht zur gewohnten Stabilität und Passsicherheit. Die aus den eigenen Fehlern resultierenden Kontermöglichkeiten der Gastgeberinnen konnten durch die im Tor aushelfende Feldspielerin Emilia Weiler zwar vereinzelt stark pariert werden. Da man aber auch in der Abwehr keinen richtigen Zugriff auf den Ball bekam und die Gastgeberinnen es verstanden, diesen mit Einsatz aller Körperteile von den Abwehrspielern abzuschirmen, blieb es bis zum Halbzeitpfiff aus Sicht der Gäste trotz aller Bemühungen beim "verträumten" 4-Tore-Rückstand (Halbzeitstand 11:7).

Die Halbzeitansprache war dementsprechend auch weniger taktischer als psychologischer Art. Das Trainergespann Gessing / Priske-Schirmer forderte Kampfgeist, Siegeswillen und endlich Stimmung in der Abwehr. Insbesondere müsse in der Abwehr endlich der körperliche Kampf angenommen und Zugriff auf den Ball gewonnen werden. Und dies unabhängig davon, dass das Westeregelner Angriffspiel nach eigener Auffassung immer wieder von - von den Schiedsrichtern geduldeten -Regelwidrigkeiten in Form des "gefährdenden Einsatzes von Ellenbogen und Schulter" (Stürmerfoul) geprägt war oder 7-Meter-Entscheidungen der Schiedsrichter immer wieder nach regelwidrigen jedoch ungeahndetem "Hineinrennen und Hineinspringen in die gegnerischen Abwehrspieler" zu Gunsten der Heimmannschaft getroffen wurden.

Die Forderung des Trainergespanns zeigte bei den Spielerinnen die gewünschte Wirkung. Torhüterin Emilia Weiler dirigierte nun lautstark die eigene Abwehr und auch die Feldspielerinnen zeigten endlich den nötigen Willen und Kampfgeist und stemmten sich gegen die Niederlage. Über die Stationen 9:6, 11:8 und 12:10 kämpfte man sich Tor um Tor heran und konnte bereits nach 6 Spielminuten der 2. Halbzeit beim Spielstand von 12:11 feststellen, dass das Spiel doch wieder offen war. Wie sich im Laufe der 2. Halbzeit noch zeigen sollte, konnten sich diesmal aber auch die Trainerinnen der eigenen Forderung nach Emotionen und aggressiver Abwehrstimmung nicht entziehen, die Entscheidungen der Schiedsrichter nicht mehr unkommentiert hinnehmen und verloren so im Laufe des Spiels den "kühlen Kopf".

Während die Mädels sich in der Abwehr weiterhin den ausgestreckten Armen, Ellenbogen und Schultern entgegenstemmten und in der 38. Spielminute erstmals wieder ausgleichen konnten, verzettelten sich beide Mannschaftsverantwortlichen zunehmend in Diskussionen mit den Schiedsrichtern über die - während des Spiels sicherlich nicht ein einziges Mal geahndeten - Stürmerfouls oder über die aus ihrer Sicht zunehmend einseitigere Regelauslegung der beiden Unparteiischen. Die Konsequenzen in Form der Verwarnung und 2-Minuten-Strafe (45. Spielminute) waren vorhersehbar, änderten an der Linie der Schiedsrichter jedoch leider gar nichts.

Den Höhepunkt erreichte der Schlagabtausch zwischen Trainergespann und Schiedsrichtern dann bei eigener Führung von 15:16 und 1:03 vorm Spielende. Erneuten "Anmerkungen" der Gästebank zu getroffenen Entscheidungen durch die Schiedsrichter wurde die Disqualifikation gegen die Bank ausgesprochen und so die Anzahl der Gästespielerinnen um eine Person dezimiert. Das aufgrund der Disqualifikations-entscheidung in Unterzahl zu beendende Spiel hätte aber durchaus noch glücklich enden können. Schließlich hatten unsere Mädels 26 Sekunden vor Spielende beim Spielstand von 16:16 es mittels 7-Meter-Wurf in der eigenen Hand erneut in Führung zu gehen. Da diese Chance jedoch vergeben wurde und die heimischen Spielerinnen die folgende Überzahlsituation klug ausspielten, endete das Spiel mit dem in der 49:58 Spielminute erzielten Siegtreffer der Westeregelner Mädels.

Als Fazit kann man dann wohl festhalten, dass diese Niederlage vermeidbar gewesen wäre und sich Mannschaft und Trainerinnen dieses Mal selber geschlagen haben.

HVW: Weiler – L. Broschik (1); L. Ullrich (1); Ch. Koebke (5); C. Koebe (1); M. Callicot; I. Rothe (3); C. Festerling; M. Deutschmann (3); A. Wagenknecht (2)

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