Unentschieden für 2. Männer im Derby gegen Blankenburg

Nachdem die 2. Männermannschaft des HV Wernigerode am letzten Wochenende spielfrei hatte, traten sie an diesem Wochenende vor heimischer Kulisse zum nächsten Derby an. Gegner war die SG Stahl Blankenburg.
Auch wenn man zuvor das Spiel gegen den HV Ilsenburg gewinnen konnte, sollte man gewarnt sein. In den letzten beiden Saisons wurden beide Heimspiele verloren.
Das erste Tor in dieser Partie gelang den Gästen aus Blankenburg. Auch wenn man direkt zum 1:1 ausgleichen konnte, zeigte sich schon in den ersten Spielminuten das die Wernigeröder mit ihrem Kopf noch nicht auf der Platte angekommen waren. Dieses zwang Trainer Gero Meseck beim Stand von 3:6 in der 12. Spielminute zu einer frühen Auszeit. Zwar konnte man danach auf Augenhöhe mitspielen, aber dieses sollte nicht der Anspruch der jungen Wernigeröder Truppe sein. Auch die ersten Auswechslungen auf Seiten des Gastgebers brachten nicht die erwünschten Impulse und so lag man immer noch in der 23. Spielminute mit 9:12 hinten. Es kam noch Dicker, da zwei Minuten später der Abwehrchef Fabian Deicke nach seiner dritten 2 Minuten Strafe die Partie beenden musste. Zuvor musste er zu oft seinen Mitspielern in der Abwehr aushelfen und stand so im Visier des Gegners und der Schiedsrichter. Auf Seiten der Wernigeröder sehnte man den Pausenpfiff herbei. Beim Stand von 11:14 war es endlich soweit. Jetzt hatte der Gastgeber Zeit seine Jungs neu einzustellen und es wurde auch Klartext in der Umkleidekabine gesprochen. Über die schlechte Abwehrarbeit, bis hin zum statischen Spiel im Angriff wurde alles unter die Lupe genommen. Größter Punkt war jedoch das Umschaltspiel von der Deckung zum Angriff. Anstatt den Gegner mit hohem Tempo unter Druck zu bringen, lies man ihm sogar noch Zeit in aller Ruhe zu wechseln. Eine ganz klare Marsch- Rute für die zweiten dreißig Minuten wurde ausgegeben. Mit der Hoffnung das die angesprochen Themen fruchten, startete man in die zweite Halbzeit. Tatsächlich sah man von der ersten Spielminute der zweiten Halbzeit eine ganz andere Seite der jungen Wernigeröder Mannschaft. Mit Leidenschaft und Tempo konnte man bereits in der 36. Minute zum 15:15 ausgleichen und die Blankenburger mächtig unter Druck setzen. Doch man bremste sich wieder selber ein, da etliche Konter und schön heraus gespielte freie Würfe, leichtfertig verworfen wurden. So stand es in der 51. Spielminute 21:23 für die Gäste. Trotz allem wollte man das Tempo hoch halten. Immer wieder erkämpfte man sich den Ball, lies aber die sich daraus ergebenen Chancen fahrlässig liegen. Beim Stand von 22:23 (59. Spielminute) wurde dann auch noch ein 7 Meter von Seiten der Wernigeröder vergeben und es bahnte sich eine schmerzhafte Niederlage an. Noch vierzig Sekunden Spielzeit und die Blankenburger nahmen ihre letzte Auszeit. Mit dieser wollten sie ein mögliches Zeitspiel vermeiden und so den knappen Vorsprung über die Zeit retten. Dieses kam den Wernigerödern sehr gelegen, da sie sich selber einen Plan für die letzten Sekunden des Spiels machen konnten. Die abgesprochene Vorgehensweise ging voll auf und so konnte man Sekunden vor Schluss zum 23:23 Endstand ausgleichen.
Kurz nach dem Spiel wurde Trainer Gero Meseck über seine Eindrücke zum Spiel befragt. Ein Spiel mit zwei Gesichtern meiner Mannschaft. Die erste Spielhälfte sollte aufgearbeitet und dann aber auch ganz schnell vergessen werden, da diese nicht der Anspruch der gesamten Mannschaft ist. In der zweiten Halbzeit zeigten meine Jungs zu was sie möglich sind. Leider wurden an diesem Tag zu viele Torchancen, gerade in der zweiten Halbzeit, ausgelassen. Trotz allem bin ich zufrieden mit der Mannschaft, da sie eine unglaubliche Moral und Kampfwillen gezeigt hat. Jetzt kommt eine sehr lange Spielpause auf die Jungs zu. Erst am 26.11. steht das nächste Punktspiel an. Von allen Fans schon mit Spannung erwartet, treffen dann die Mannschaften HV Wernigerode II gegen HV Wernigerode III aufeinander.
HVW: Michael Konstabel, Thomas Scharun, Marten Kopp (5), Gian Reinert (2), Fabian Deicke (2),
Anton Weiser (2), Lucas Jech, Adrian Roßbach (6), Phillip Helms (1), Conrad Haschke (1), Steven Reinert, Nico Raabe (1), Marcel Schumann, Hannes Schmidt (3)